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Was dahintersteckt
Der Schlüssel entscheidet, nicht der Vertrag: Bei Selbstverwahrung liegt der private Schlüssel beim Eigentümer. Es gibt keinen Anbieter, der eine Auszahlung freigeben, verzögern oder verweigern könnte — und auch keinen, der sie im Insolvenzfall einbehält.
Self-Custody eliminiert das Kontrahentenrisiko — der Zugang zu den eigenen Bitcoin ist nicht an die Verfügbarkeit eines Dienstleisters gebunden. Der Verlust des privaten Schlüssels ist jedoch unwiederbringlich.
Der Tausch: Man gibt das Risiko ab, dass ein Unternehmen ausfällt, und nimmt dafür das Risiko auf, selbst einen Fehler zu machen. Welches der beiden schwerer wiegt, hängt vom Betrag und von der eigenen Sorgfalt ab.
Woran es in der Praxis scheitert
Nicht am Angriff: Der häufigste Totalverlust ist kein Diebstahl, sondern eine verlegte Seed-Phrase, ein Gerät ohne Sicherung oder ein Todesfall, nach dem niemand weiß, wo etwas liegt.
Die Sicherung ist die eigentliche Arbeit: Eine Wallet einzurichten dauert Minuten. Die Wörter so abzulegen, dass sie Jahre, einen Umzug und einen Wohnungsbrand überstehen — und dass die Erben sie finden —, ist die Aufgabe, die bleibt.
Der Zwischenweg
Nicht alles oder nichts: Ein kleiner Betrag auf der Börse für den Alltag und der Rest in eigener Verwahrung ist kein fauler Kompromiss, sondern die übliche Aufteilung.
Mehrere Schlüssel: Wer die Last des einen Punktes nicht tragen will, verteilt sie über Multisig auf mehrere Schlüssel an verschiedenen Orten. Dafür steigt der Aufwand bei jeder Transaktion.
Häufige Fragen
- Ist Self-Custody sicher?
- Self-Custody bietet maximale Kontrolle, erfordert jedoch sorgfältige Sicherheitsmaßnahmen und verantwortungsvollen Umgang mit privaten Schlüsseln.
- Was passiert, wenn ich meinen Schlüssel verliere?
- Geht der private Schlüssel verloren und existiert kein Backup, kann der Zugriff auf die Bitcoin dauerhaft verloren sein.