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Warum der Schlüssel drinnen bleibt
Unterschreiben statt herausgeben: Die unfertige Transaktion geht hinein, die Signatur kommt heraus. Der Schlüssel selbst verlässt das Gerät nie — auch nicht beim Anschließen an einen befallenen Rechner.
Der eigene Bildschirm ist der Punkt: Das Gerät zeigt Betrag und Empfängeradresse auf seinem kleinen Display. Was dort steht, wird unterschrieben. Schadsoftware auf dem Rechner kann die Anzeige dort fälschen, auf dem Gerät nicht.
Deshalb immer dort prüfen: Der häufigste Angriff tauscht beim Kopieren die Zieladresse aus. Wer nur am Rechner kontrolliert, merkt es nicht.
Wogegen sie schützt — und wogegen nicht
Schützt: Gegen Schadsoftware, gegen ausgelesene Zwischenablagen, gegen das Risiko, dass ein Verwahrer ausfällt.
Schützt nicht: Gegen eine verlorene oder abfotografierte Seed-Phrase. Wer die Wörter preisgibt, hat alles preisgegeben — das Gerät ist dann bedeutungslos.
Schützt nicht gegen Nötigung: Wer zur Herausgabe gezwungen wird, dem hilft kein Gerät. Dafür gibt es Passphrase und Multisig.
Beim Kauf
Nur direkt beim Hersteller: Geräte aus zweiter Hand oder vom Marktplatz können vorbereitet sein. Eine Hardware-Wallet, die mit einer bereits aufgeschriebenen Seed-Phrase geliefert wird, ist immer ein Betrug.
Die Seed-Phrase entsteht beim ersten Start: Auf dem Gerät, von niemandem sonst gesehen. Das ist der Moment, in dem die eigentliche Sicherung beginnt.
Häufige Fragen
- Sind die Bitcoin auf dem Gerät gespeichert?
- Nein. Auf dem Gerät liegt nur der Schlüssel. Die Beträge stehen in der Blockchain — deshalb lässt sich aus der Seed-Phrase alles auf einem neuen Gerät wiederherstellen.
- Was passiert, wenn der Hersteller verschwindet?
- Nichts Bedrohliches. Die Seed-Phrase folgt einem offenen Standard und lässt sich in Wallets anderer Hersteller einlesen. Man ist an kein Unternehmen gebunden.