Inhalt
Was ein Miner entscheidet
Die Auswahl der Transaktionen: Aus den wartenden Zahlungen stellt er den Blockinhalt zusammen, in aller Regel nach Gebühr je Byte. Das ist seine einzige wirkliche Freiheit.
Die Reihenfolge: Innerhalb seines Blocks bestimmt er, was zuerst steht. Über die Reihenfolge ganzer Blöcke entscheidet er nicht — die ergibt sich daraus, wer als Nächstes fündig wird.
Was ein Miner nicht kann
Die Regeln ändern: Erzeugt er mehr neue Bitcoin als erlaubt oder nimmt eine ungültige Signatur auf, verwerfen die Nodes seinen Block. Die Arbeit ist dann verloren, der Strom bezahlt. Rechenleistung verschafft Vorschlagsrecht, kein Bestimmungsrecht.
Fremdes Geld bewegen: Ohne den passenden privaten Schlüssel lässt sich keine Transaktion erzeugen, die Bestand hat. Auch die gesamte Rechenleistung der Welt ändert daran nichts.
Wovon ein Miner lebt
Zwei Einnahmen, eine große Ausgabe: Blockbelohnung und Gebühren stehen gegen Strom und Geräte. Weil die Belohnung fest terminiert sinkt und der Wettbewerb nicht nachlässt, ist Mining ein Geschäft mit sehr schmaler Marge.
Abschaltbarkeit als Vorteil: Mining kann binnen Sekunden pausieren. Das macht Miner zu einem Abnehmer, der überschüssigen Strom nimmt und bei Knappheit weicht — und erklärt, warum sie dort sitzen, wo Energie sonst verfiele.
Häufige Fragen
- Können Miner Transaktionen blockieren?
- Ein einzelner Miner kann eine Transaktion übergehen, aber nicht verhindern — der nächste nimmt sie auf. Dauerhaft ausschließen ließe sich etwas nur, wenn praktisch alle Miner mitmachten.
- Was ist ein 51-Prozent-Angriff?
- Wer mehr als die Hälfte der Rechenleistung kontrolliert, kann eigene jüngste Zahlungen rückgängig machen. Fremde Bitcoin stehlen oder neue erzeugen kann er damit nicht — das verhindern die Nodes.