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Statt Konten: offene Beträge
Jeder Eingang bleibt für sich: Gehen dreimal Beträge ein, hat die Wallet drei UTXOs — nicht einen Saldo. Beim Bezahlen werden so viele davon herangezogen, wie nötig sind.
Ganz oder gar nicht: Ein UTXO lässt sich nicht teilweise ausgeben. Wer von einem Eingang über einen größeren Betrag einen kleineren zahlt, erzeugt zwangsläufig Wechselgeld an sich selbst.
Das Guthaben ist eine Rechnung: Was die Wallet anzeigt, hat sie aus der Blockchain zusammengezählt. Nirgends steht eine Zahl, die „Kontostand” hieße.
Was daraus folgt
Gebühren hängen an der Stückzahl: Viele kleine Eingänge machen eine Transaktion groß und damit teuer. Wer regelmäßig kleine Beträge sammelt, zahlt beim Ausgeben dafür.
Zusammenlegen in ruhigen Phasen: Bei niedriger Auslastung lassen sich viele kleine UTXOs günstig zu einem großen bündeln. Das senkt die Kosten späterer Zahlungen.
Privatsphäre: Werden mehrere UTXOs in einer Transaktion zusammengefasst, zeigt das, dass sie derselben Person gehören. Wer das vermeiden will, wählt gezielt aus, welche er verwendet.
Warum das Modell gewählt wurde
Unabhängig prüfbar: Jeder Node kann für sich feststellen, ob ein Betrag schon ausgegeben wurde, ohne eine Kontenhistorie nachzuvollziehen. Das macht die Prüfung schnell und gleichförmig.
Keine Reihenfolgeabhängigkeit: Kontostände müssten in der richtigen Reihenfolge fortgeschrieben werden. Offene Beträge nicht — sie existieren oder sie existieren nicht.
Häufige Fragen
- Warum geht bei einer Zahlung mehr raus, als ich senden wollte?
- Weil ein UTXO immer vollständig ausgegeben wird. Der Rest kommt als Wechselgeld an eine eigene neue Adresse zurück — das sieht in manchen Ansichten so aus, als wäre mehr abgeflossen.
- Warum ist meine Transaktion teurer als die eines anderen?
- Wer viele kleine UTXOs zusammenfassen muss, braucht mehr Platz im Block. Die Gebühr richtet sich nach diesem Platzbedarf, nicht nach dem Betrag.