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Cluster · Wiki Stand 08/2026

Was ist ein Orderbuch?

Ein Orderbuch listet alle offenen Kauf- und Verkaufsaufträge einer Handelsplattform, geordnet nach Preis. Es zeigt, zu welchen Preisen gerade wie viel gehandelt werden soll.

Auch geschrieben als: order book, orderbook, auftragsbuch

Kontext

Das Orderbuch hat zwei Seiten. Auf der Geldseite stehen die Gebote der Käufer, absteigend nach Preis: oben, wer am meisten zu zahlen bereit ist. Auf der Briefseite die Angebote der Verkäufer, aufsteigend: oben, wer am wenigsten verlangt. Zwischen dem höchsten Gebot und dem niedrigsten Angebot liegt der Spread.

Ein Handel kommt zustande, sobald sich beide Seiten überschneiden — jemand ist bereit, den Preis der Gegenseite zu akzeptieren. Der dabei gezahlte Preis wird zum neuen Kurs. Der Kurs ist damit keine Eigenschaft des Orderbuchs, sondern das Protokoll seiner letzten Ausführung.

Wie viel Menge auf beiden Seiten bereitliegt, heißt Markttiefe. Sie entscheidet, wie stark eine einzelne Order den Preis verschiebt: Reicht die Menge zum besten Preis nicht aus, arbeitet sich die Order in schlechtere Zeilen vor. Die Differenz zwischen erwartetem und erzieltem Preis heißt Slippage.

Vollständige Analyse

Häufige Fragen

Was steht in einem Orderbuch?
Alle offenen Kauf- und Verkaufsaufträge einer Handelsplattform, sortiert nach Preis. Auf der einen Seite die Gebote, auf der anderen die Angebote. Jede Zeile nennt einen Preis und die Menge, die zu diesem Preis gehandelt werden soll.
Was ist Markttiefe?
Die Menge, die auf beiden Seiten des Orderbuchs bereitliegt. Je mehr dort steht, desto größer die Order, die der Markt aufnehmen kann, ohne dass der Preis nennenswert nachgibt. Markttiefe ist damit die messbare Seite von Liquidität.
Warum sieht jede Börse ein anderes Orderbuch?
Weil jede ihr eigenes führt. Ein Auftrag auf einer Plattform taucht auf keiner anderen auf. Die Preise nähern sich an, weil Händler Unterschiede ausnutzen, aber ein gemeinsames Orderbuch für Bitcoin gibt es nicht.
Was bedeutet Slippage?
Die Differenz zwischen dem erwarteten und dem tatsächlich erzielten Preis. Sie entsteht, wenn eine Order größer ist als die Menge zum besten Preis und deshalb weitere, schlechtere Zeilen des Orderbuchs abräumt.