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Die drei Eigenschaften
Gleiche Eingabe, gleicher Wert: Ein Hash ist kein Zufallswert. Wer dieselben Daten hat, bekommt dieselbe Zahl — auf jedem Rechner, zu jeder Zeit. Nur deshalb können Tausende Nodes unabhängig zum selben Ergebnis kommen.
Kleinste Änderung, völlig anderer Wert: Ein verschobenes Komma, ein anderes Zeichen — und der Fingerabdruck sieht aus, als stammte er von etwas ganz anderem. Es gibt keine Ähnlichkeit zwischen ähnlichen Eingaben.
Keine Umkehr: Aus dem Hash lässt sich die Eingabe nicht rekonstruieren. Diese Einbahnstraße ist die Grundlage, auf der bei Bitcoin fast alles ruht.
Wo Bitcoin darauf baut
Die Kette: Jeder Block trägt den Hash seines Vorgängers. Ändert jemand nachträglich etwas in einem alten Block, ändert sich dessen Hash — und alle folgenden passen nicht mehr. Daraus entsteht die Unveränderlichkeit.
Das Mining: Gesucht wird ein Hash, der unter einer Schwelle liegt. Weil man ihn nicht berechnen, sondern nur erraten kann, kostet das Energie. Die Arbeit ist damit nachweisbar, ohne dass jemand sie beaufsichtigt.
Die Adresse: Auch die Bitcoin-Adresse ist ein Hash — abgeleitet aus dem öffentlichen Schlüssel, kürzer und mit eingebauter Tippfehlerprüfung.
Was ein Hash nicht ist
Keine Verschlüsselung: Verschlüsseltes lässt sich mit dem passenden Schlüssel wieder lesbar machen. Ein Hash nicht — es gibt nichts zu entschlüsseln, die Daten sind darin nicht enthalten.
Kein Beweis für Berechtigung: Dass jemand einen Hash kennt, sagt nichts darüber, ob er über etwas verfügen darf. Dafür ist die Signatur zuständig.
Häufige Fragen
- Kann man aus einem Hash die Daten zurückrechnen?
- Nein. Die Funktion läuft nur in eine Richtung. Wer die Eingabe sucht, kann sie nur raten und jedes Mal nachrechnen — das ist genau die Arbeit, die beim Mining anfällt.
- Können zwei verschiedene Daten denselben Hash haben?
- Rechnerisch ja, praktisch nicht. Bei der verwendeten Länge ist die Zahl der möglichen Werte so groß, dass ein absichtlicher Treffer außer Reichweite liegt.